Vorbereitungen der Tat

Eric Harris (18) und Dylan Klebold (17) haben das Massaker bereits ein Jahr zuvor geplant, wie man an der ausgereiften Planung erkennen kann. Sie wollten 250 Menschen töten, so kündigten sie es zumindest in einem ihrer fünf Videos an. Dass ihnen dies nicht gelang lag wahrscheinlich nur daran, dass alle Bomben versagten.

Angeblich wurden in dem Tagebuch einer der beiden Killer ein Eintrag gefunden, in welchen jener schrieb, dass sie nach dem Amoklauf ein Flugzeug entführen wollten, um es über der Innenstadt von New York City abstürzen zu lassen.
Ob dies aber wirklich geplant, oder nur eine wilde Phantasie war, bleibt dahingestellt.
Fakt ist, dass beide Außenseiter waren. Eric Harris Vater war bei der Armee, wodurch die Familie öfters umziehen mußte. Harris sagte dazu auf einem der Videos, dass er es gehaßt hätte, nach einem Umzug immer wieder “auf der untersten Stufe anzufangen”. Er wäre von allen ausgelacht worden, “mein Gesicht, meine Haare, meine Hemden”.
Sie gehörten einer kleinen Gruppe von Außenseitern an, der sogenannten Trenchcoat Mafia, die schwarze Mäntel trugen, Filme wie “Reservoir Dogs” liebten, einem Pulp Fiction ähnlichen Gewaltfilm , und “Nazi-Musik” hörten. Zudem waren die beiden Fans von “Natural Born Killers”.
Sie waren offenbar Anhänger nationalsozialistischem Gedankenguts, da sie in einem ihrer Filme erwähnen, dass sie alle “Nigger, Juden, Latinos, Schwule und verfickte Weiße” hassen. Zudem wählten sie den 20.04.1999, den 110. Geburtstag von Adolf Hitler aus und schossen gezielt auf einen schwarzen Schüler, den sie als Nigger bezeichneten.
Sie schrieben blutrünstige Gedichte und waren Fans von “DOOM”, einem der ersten gewaltverherrlichenden 3D Egoshooter, zudem unterhielten sie eine Website im World Wide Web, auf welcher sie ihre Tat ankündigten, Drohungen gegen verhaßte Mitschüler aussprachen und angeblich auch eine Liste führten, über Leute, die sie gerne töten würden. Zudem wäre Harris sehr am 2. Weltkrieg interessiert gewesen, auch hätten die beiden einen Dokumentarfilm über Waffen aller Art gemacht.
Die Gruppe zu der sie gehörten, der sogenannten Trenchcoat Mafia, hatte in der Schule einen schweren Stand. Sie galten als düstere Typen, die sich für okkulte Dinge interessierten und offen über Gewalttaten sprachen, zudem hätten einige von ihnen weiße Schminke getragen und apokalyptische Gedanken gehabt. Man brachte sie daher schnell in Verbindung mit der sogenannten “Goth-Szene”, wobei diese sich deutlich von den Tätern distanzierte. Ansonsten zeichneten sich die beiden durch gute bis sehr gute Leistungen in der Schule aus. Sie interessierten sich für Computer und besuchten Philosophiekurse. Sie waren ebenso vorbestraft, da sie mal einen Van aufgebrochen hatten.
Sie gaben sich neue Namen. Eric Harris nannte sich “Reb”, eine Kurzform für Rebell, wie sich auch die Schüler der Schule nennen.
Dylan Klebold nannte sich VoDKa, nach seinem Lieblingsgetränk worin er seine Initialen hervorhob. Er schrieb diesen Namen auch auf die Bomben.
Sie wurden von anderen gehänselt, ausgelacht, oder schlicht ignoriert. Auch ihre Eltern bekamen nichts von ihrem Tun mit. So konnten sie sich in aller Ruhe, in der Gewißheit nicht beobachtet zu werden auf ihre Tat vorbereiten. Sie bauten Rohrbomben und Zünder, welche sie in den Elternhäusern versteckten, planten Einzelheiten und sprachen Situationen durch. In der Schule wurden mögliche Fluchtwege ausprobiert. Daher sollte man ihre Tat nicht als Amoklauf bezeichnen, sondern eher als geplantes Massaker.
Ein paar mal wären ihre Eltern ihnen beinahe auf die Schliche gekommen, z.B. sagt Klebold auf einem der Videos, dass seine Eltern in sein Zimmer kamen, als er gerade seinen Mantel angezogen hatte, unter dem er eine Schrotflinte versteckte. Sie bemerkten es nicht und spätestens seitdem lagen die beiden richtig in ihrer Ansicht, dass sie jeden täuschen konnten. Sie verhöhnten ihre Mitschüler, denen sie einfach alles erzählen könnten und sie es ihnen glauben würden.
In ihren Videoaufnahmen malten sie sich ihre Tat aus, dass es “wie im Videospiel DOOM werden würde”, dass “Sekunden wie Stunden werden würden” in diesen “15 aufregendsten Minuten ihres Lebens”. Sie sprachen darüber, dass man ihre Geschichte verfilmen würde, dass sie berühmt werden würden. Sie sahen Regisseure wie Quentin Tarantino und Steven Spielberg als würdig an, ihre Geschichte zu verfilmen. Zudem wollten sie als Gespenster zurückkehren, in den Erinnerungen der Opfer und sie in den Wahnsinn treiben.
Sie waren sich sicher eine Geschichte zu hinterlassen, die ausreichen würde um sie zu verfilmen. Sie wollten, dass man ihre Tat auf niemanden anderen schiebt, dass sie nicht von anderen Massakern die zuvor stattfanden inspiriert worden seien. Sie sagten, dass man niemanden außer ihnen die Schuld geben sollte. Sie machten sich noch einen Spaß daraus zu sagen, was ihre Eltern sicherlich nach dem Attentat gedacht haben: “Wenn wir nur früher diese Bänder gefunden hätten”, oder “Wenn wir nur einmal ihre Zimmer durchsucht hätten” und “Wenn wir nur einmal die richtigen Fragen gestellt hätten”. Sie redeten noch darüber eine “Revolution zu starten”. Sie wollten die neuen Idole aller Ausgestoßenen sein.
Den letzten Film ihrer insgesamt fünf Filme drehten sie am frühen Morgen des 20. Aprils.
Ihre letzten Sätze: “Es ist eine halbe Stunde vor dem Tag des jüngsten Gerichts”, sagt Dylan. Dann zu seinen Eltern: “Ich hab das Leben nicht sehr gemocht. Ihr sollt nur wissen, dass ich zu einem besseren Platz gehe.” Dylan nimmt Eric die Kamera ab. Eric: “Ich weiß, daß meine Mutter und mein Vater geschockt sein werden. Ich kann es nicht ändern.” Dylan aus dem off: “Es ist das, was wir tun mußten.” Darauf Eric: “ Das war's. Sorry. Goodbye.”

12.7.09 16:47

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